Haustiere

China verbietet WoW Gold farmen

Die chinesische Regierung hat am 30.06.2009 entschieden, dem WoW Gold farmen und verkaufen ein Ende zu setzen.

Nicht nur WoW Gold, sondern alle virtuellen Gegenstände und Währungen, sollen nur noch online im Spiel erhältlich sein, damit sie keinen realen Geldwert erhalten und somit handelbar sind.

Nicht einmal die Spielehersteller sollen das Recht besitzen Items, Währungen oder Dienstleistungen (Powerleveln/Botten usw.) ihres Spiels für echtes Geld anzubieten.

Die chinesische Regierung schätzt, dass die Summe der für virtuelle Gegenstände bzw. Dienstleistungen ausgegebenes Geld, jedes Jahr um ca. zwanzig Prozent ansteigt und letztes Jahr die unglaubliche Summe von weit über 350 Millionen US-Dollar überschritten hat!

Die Internetseite tencent.com (ca. 200 Millionen registrierte Benutzer) hatte zwar selber eine virtuelle Währung names “QQ coins” eingeführt, aber willigte nun ein, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um den virtuellen Gold bzw. “Währungshandel” einzustellen.

In einem Gutachten aus dem Jahr 2008 (von Richard Heeks) wurde geschätzt, dass mehr als 80% der Gold-Farmer aus China stammt und das die virtuellen Dienstleistungen und Gegenstände (weltweit) einen Umsatz zwischen 200 Millionen und 1 Milliarde Dollar generierten.

Wann China beginnt, sein Vorhaben durchzusetzen ist noch unklar, aber eines ist sicher: Die Preise fürs virtuelle Gold werden wieder mächtig in die Höhe schießen, sobald die Chinesen (gezwungenermaßen) den Markt verlassen.

Was viele Spielehersteller (die das Gold farmen zum Verkauf gegen Echtes Geld nicht gerne sehen) freuen wird, wird viele Spieler ärgern, denn Gold zu kaufen wurde (nicht zuletzt wegen der geringen Preise) immer populärer.

Was haltet ihr davon? Habt ihr selbst schon einmal Gold gekauft oder ist es euch komplett egal und ihr geht sowieso lieber farmen?

17 Antworten auf China verbietet WoW Gold farmen

  • orto sagt:

    Ich finde es lächerlich, Gold mit diversen fadenscheinigen Begründungen zu kaufen. Es ist egal, wie niedrig oder hoch der reale dafür verlangte Geldgegenwert ist, es ist rausgeschmissenes Geld.

    Selbst als Berufstätiger erwirtschafte ich mit 1x früh und 1x abens AH-Scannen, aufkaufen (ggf. craften) und wieder verkaufen mehr Gold, als ich benötige. Und das benötigt insg. ~30min.

    Es ist mir schleierhaft, wieso immer alle meinen, man muss stundenlang am PC hocken um sich ingame genug Zahlungsmittel zu beschaffen und damit ihren goldkauf begründen/rechtfertigen. Da sind mir die Leute, die einfach von sich sagen “ich kann es mir leisten und keine Lust mich damit auseinanderzusetzen und die 30min täglich zu investieren bzw. ich krieg’s nicht anders auf die Reihe” noch am liebsten. Denn die sind wenigstens ehrlich.

    Es gibt allerdings 1 gute Sache, die ich nicht verschweigen will. Die Faulheit der meisten (nicht aller) Goldkäufer führt dazu, dass unsere “Goblin-Preise” im AH bezahlt werden und wir uns an euch ne goldene Nase verdienen. Es ist definitiv um ein Vielfaches leichter geworden als zu Classiczeiten war. Es sind teilweise lediglich 2 min ingame Fußweg zu dem Händler, der das Item auch verkauft, aber die Leute rennen ins AH und shoppen dort :´D

  • Hacki sagt:

    Hi, Gold kaufen soillte in jedem Fall unterbunden werden. Die Preise im AH steigen wegen der Goldkäufer die dann die Fantasiepreise zahlen können. Die Goldverkäufer haben auch schon andere Spiele mit Ihrer künstlichen Inflation kaputt gemacht.

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